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Ajowan:
Kleine Pflanze mit kümmelähnlichen Früchten, die vorwiegend in der indischen und zentralasiatischen Küche verwendet wird. Dieses Gewürz ähnelt im Geschmack unserem heimischen Thymian, das Aroma ist noch etwas stärker ausgeprägt.
Ajowan, auch als indischer Kümmel bezeichnet, eignet sich hervorragend für Kartoffel- oder Fischgerichte. In der indischen Küche wird dieses Gewürz vorwiegend zur geschmacklichen Abrundung von Linsengerichten verwendet. In Indien wird dieses Gewürz

Anis:
Die Früchte der Anis gehören zur Gruppe der Doldenblütengewächse und weisen einen süßen, stark aromatischen Geschmack auf. Die Anis stammt ursprünglich aus Ägypten und Kleinasien.
Verwendung findet die Anis vor allem bei Back- und Kuchenrezepten. Auch beim Würzen von Suppeneintöpfen und Fruchtdesserts wird Anis eingesetzt.

Basilikum:
Ein ursprünglich aus Indien stammendes bis zu 40 cm hohes Kraut, das als Gewürz-, Heil- und Honigpflanze bekannt ist. Frisches Basilikumkraut hat einen unvergleichlichen leicht pfeffrigen und starken Geschmack. Basilikum wird vor allem in der italienischen Küche sehr geschätzt. Hier wird Basilikum gerne in Kombination mit Tomatensoße, oft zusammen mit eingelegten Oliven, Kapern und Knoblauch, serviert.
Basilikum eignet sich auch als Würze bei Tomatengerichten, Fisch, Fleisch, Suppen, Nudeln und Salaten. Basilikum wird sehr selten mitgekocht, sondern immer roh und frisch als aromaverstärkende Zutat der Speise zugegeben.

Borretsch:
Borretsch ist ein Küchenkraut, das in seinem Geschmack und seinem Geruch unverkennbar an Gurken erinnert und schon in der Antike beim orientalischen Hochadel sehr geschätzt wurde. Borretsch passt hervorragend zu allen grünen Salaten, hellen und scharfen Soßen, Hülsenfrüchten und zu Ragouts von Schwein und Rind.
Verwenden Sie Borretsch immer frisch, nie mitkochen und erst kurz vor dem Anrichten der Speise zugeben. Borretsch wird auch als Heilpflanze angewendet. Es wirkt schweißtreibend und schmerzlindernd bei inneren Entzündungen.

Cayennepfeffer (Chili):
Cayennepfeffer wird aus getrockneten Chilischoten (Paprika) gewonnen. Chilis besitzen in der Regel einen scharfen und feurigen Geschmack. Die Geschmacksnuancen reichen jedoch von fruchtig-erdig bis blumig-süß.
Die Schärfe des Cayennepfeffers bewegt sich zwischen gemahlenem Chilipfeffer und schwarzem Pfeffer. Die wichtigsten Anwendungsgebiete sind: Fleischgerichte, Suppen, dunkle Soßen.

Chilli :
Der Chilli ist eine nahe Verwandte der Paprika, stammt aus dem tropischen Amerika und ist das zentrale Gewürz in der mexikanischen Küche. Chillis weisen eine grosse Bandbreite an Geschmackrichtungen auf: Sie reichen vom klassischen scharf-beissenden Chilli, über den rauchig-frischen bis zum blumig-süßen.
Entsprechend vielfältig ist die Verwendbarkeit von Chilli. Besonders beliebt ist Chilli zum Würzen von Suppeneintöpfen, Fleischgerichten, Nudelgerichten und in kleiner Dosierung auch in Soßen.

Cumin:
Dieses Gewürz, auch unter dem namen Kreuzkümmel bekannt, stammt ursprünglich aus Vorderasien. Außerhalb Europas ist Kreuzkümmel ein äußerst beliebtes Gewürz. Vor allem in Lateinamerika (Mexiko), in Nordafrika und in ganz Asien wird es sehr geschätzt. Cumin hat einen sehr scharfen, bitteren Geschmack, der beim Braten und Kochen sehr schnell verfliegt.
Kreuzkümmel gehört zu den Gewürzgrundbausteinen der indischen und der srilankanischen Küche. Hier wird es häufig vor der Verwendung in Öl gebraten oder gemahlen in Kombination mit Koriander und Currypulver zum Würzen von Fleischgerichten eingesetzt.

Curry:
Gewürz in Pulverform, das sich aus 12-15 verschiedenen Gewürzen zusammensetzt, im wesentlichen aus Koriander, schwarzem Pfeffer und Chilies. Seine gelbliche Farbe erhält Curry von der Curuma (würzig, herber Geschmack).
Curry kann in der Küche vielfältig eingesetzt werden. Hauptanwendungsgebiete: Wild- und Fleischgerichte, Geflügel, Suppen, dunkle und helle Soßen.

Daoen Djeroek Poerot:
Daoen Djeroek Poerot, so heissen die Blättern eines indischen Zitronenbaumes. Diese schmecken sehr aromatisch und haben einen erfischenden, leicht bitteren Geschmack. Sehr beliebt ist dieses Gewürz in der indonesischen und indischen Küche. Hier wird es vor allem zum Würzen von Fleischgerichten eingesetzt.
In Mitteleuropa wird dieses Gewürz zur Geschmacksabrundung bei Rindfleisch- und Schweinefleischgerichten sowie bei Fisch verwendet.

Dill:
Die Dillpflanze gehört zur Familie der Doldenblütler und stammt aus dem Mittelmeerraum. Das Gewürz ist von frisch-würzigem und leicht süßlichem Geschmack und eignet sich besonders gut zum Würzen von Salaten, Milchprodukten (Käse, Butter, Sahne) und Fischgerichten.
Der Dill enthält zahlreiche Mineralstoffe (Natrium, Kalium) und Vitamine und wird wegen seiner Heilwirkung auch in der Medizin sehr geschätzt. Er wirkt beruhigend, appetitanregend und löst Magenverstimmungen und Blähungen.

Estragon:
Der Estragon zählt zu den beliebtesten Kräutern in der deutschen Küche. Das Kraut besitzt schmale, längliche Blätter und hat einen süßen, aromatischen Geschmack, der an Anis erinnert.
In Deutschland wird Estragon wegen seines vollen Geschmacks gerne für Rohkost, Salate, Geflügelgerichte, Kräutersoßen und Kräuteressige verwendet. Estragon sollte nur frisch verwendet werden, da er sonst zu viel von seinem Aroma einbüßt.

Fenchel:
Der Fenchel gehört zur Familie der Doldengewächse. Fenchel erreicht eine Grösse von bis zu 2 Metern und weist einen knollenartig verdickten Wurzelbereich auf. Die getrockneten Samen dieser Pflanze dienen zum Würzen von Fischgerichten, Suppen und eingelegten Gurken.
Der Fenchel ist aufgrund seiner schleimlösenden und entzündungshemmenden Wirkstoffe ein beliebter Gesundheitstee.

GaramMasala:
Indische Gewürzmischung, die aus Kardamom, Gewürznelken, Muskat und Zimt besteht.
Garam Masala fehlt nahezu in keinem indischem Gericht und gibt den Gerichten eine würzig-pikante Note.

Gewürznelken:
Als Gewürznelken werden die getrockneten Blütenknospen des Nelkenbaumes bezeichnet. Der Nelkenbaum findet sich auf den tropischen Inseln Asiens. Gewürznelken können gemahlen oder als ganze Knospen in der Küche eingesetzt werden.
Gewürznelken eignen sich vorzüglich zum Würzen von Backwaren und Suppengerichten. Beim Kochen von Sauerkraut und Suppeneintöpfen wird häufig eine ganze Nelkenknolle zur Geschmacksaufwertung verwendet und vor dem Servieren entfernt.

Ingwer:
Das Gewürz wird aus dem Wurzelstock der aus Indien stammenden Pflanze gewonnen. Es schmeckt würzig bis brennend scharf oder leicht süßlich und ist in fast jedem asiatischem Reis- und Gemüsegericht zu finden.
Achten Sie beim Kauf von frischem Ingwer darauf, dass die Wurzeln stämmig und fest sind. Nur dann haben sie ein intensives Aroma.

Kapern:
Dieses Gewürz stammt von den Blütenknospen des im Mittelmeerraum beheimateten Kapernstrauches. Kapern werden häufig in Olivenöl, Salzwasser und Essig eingelegt und weisen einen pikanten würzig-säuerlichen bis leicht herben Geschmack auf.
Kapern werden vor allem in der italienischen Küche geschätzt. Man würzt damit Wein- und Tomatensaucen, die zu Fisch-oder Fleischgerichten serviert werden oder man verfeinert damit Pizzen. Wählen Sie beim Einkauf kleine Kapern.

Kardamom:
Das Gewürz stammt von den Früchten des Kardamombaumes, der in den tropischen Regenwäldern Asiens beheimatet ist. Das Gewürz schmeckt süß und aromatisch.
Im Orient und Vorderasien wird Kardamon zum Würzen von Reis- und Fleischgerichten als Bestandteil von Curry verwendet. In der arabischen Welt wird Kardamon auch beim Kochen von Kaffee eingesetzt.

Kentjoer:
Gewürz, das aus Ostindien stammt und dem weißen Pfeffer sehr ähnlich sieht. Es hat einen sehr starken, würzigen Geschmack und wird vor allem in Südostasien (Bali, Indonesien, Malaysia) verwendet. Auch ist es häufig ein Gewürzbestandteil der indischen Reistafel.
Dieses Gewürz eignet sich außerdem zum Würzen von Kalb- und Schweinefleisch sowie zu Gefluegel und Ragout.

Kerbel:
Kerbel ist ein bis zu 60 cm hohe, weißblühende Pflanze mit hellgrünen Blättern. Kerbel hat einen würzig-frischen Geschmack, der dem des Fenchels und der Anis ähnelt. Kerbel kann als Petersilienersatz verwendet werden. Kerbel ist für cremig-sahnige Suppen und deftige Gerichte wie Kartoffel- oder Tomatensuppen oder auch als Garnierung geeignet.
Kerbel ist sehr vitaminreich und hat eine kreislaufanregende und blutreinigende Wirkung.

Knoblauch:
Das Knollengewächs Knoblauch ist mit der Zwiebel und dem Lauch verwandt. Der scharfe Geschmack ist auf den hohen Ölgehalt zurückzuführen. Vor allem bei italienischen und Balkangerichten ist Knoblauch als Gewürz nur schwer wegzudenken. Grosser Anwendungsbereich: Fleisch- und Wildgerichte aller Art, Salate, helle und dunkle Soßen.
Nur der Knoblauch enthält einen Wirkstoff namens Allizin, der den Körper entgiftet und entschlackt und nachweislich vor Arterienverkalkung schützt!!

Koriander:
Die Samenkörner des Korianders haben ein nussiges und gewürzhaftes Aroma. Die Korianderblätter hingegen erinnern in ihrem Geschmack an Seife. Herkunftsregion: Orient.
Der Koriander wird in den einzelnen Regionen der Erde unterschiedlich verwendet. In der Orientküche werden die Samenkörner geschätzt, in Mexiko die Blätter, in Thailand werden auch Wurzeln und Stiele als Gewürz benutzt.

Kümmel:
Die getrockneten Samenkörner des Kümmels werden als Gewürz entweder ganz oder gemahlen verwendet. Als Herkunftsregion wird Nordeuropa vermutet.
Kümmel wird zum Würzen von Brot, Käse, Wurst oder Gemüse und besonders von Kohl verwendet. Sauerkraut und gekochter Kohl werden in der Regel mit Kümmel gewürzt, da beide Gerichte sonst fad schmecken würden.

Kurkuma:
Dieses Gewürz, auch Gelbwurz oder indischer Safran genannt, wird aus dem Wurzelstock eines Ingwerbaumes gewonnen wird. Es hat eine gelbe Farbe und hat einen ähnlichen Geschmack wie Ingwer. In getrocknetem Zustand entwickelt es einen sehr würzigen, bitteren Geschmack. In der indischen Küche ist Kurkuma eines der zentralen Gewürze. Es wird häufig als Bestandteil einer Curry-Gewürzmischung verwendet. Hier wird Kurkuma zum Würzen von von Reis-, Fisch- und Fleischgerichten gebraucht.
In der europäischen Küche dient Kurkuma zum Würzen von Fleisch- , Senf- und Salatsoßen.

Laos:
Laos ist ein Gewürzpulver des Wurzelstockes eines Ingwergewächses. Das Gewürz entfaltet einen pikant-säuerlichen Geruch und hat einen scharfen, prickelnden Geschmack. Laos wird vor allen in der südostasiatischen Küche (Indien, Malaysia, Indonesien) verwendet.
Loas passt besonders gut zu Kartoffelsuppe, Gulasch, Hammel, Rindsbraten, zu Heringen und Salaten.

Lorbeer:
Die Blätter des aus dem Orient stammenden Lorbeerbaumes liegen geschmacklich zwischen Zitrone und Muskat. Hauptanbaugebiete des Lorbeerbaumes liegen heute im Mittelmeerraum.
Der Lorbeer dient zum Würzen von Suppen, Fleischgerichten und deftigen Suppen.

Macisblüte:
Die Macisblüte ist der getrocknete Samenmantel der Frucht des Muskatbaumes.
Die Macisblüte wird in ähnlicher Weise wie die Muskatnuss in der Küche eingesetzt, vornehmlich zum Würzen von Gebäck.

Majoran:
Die Blätter dieses von der Atlantikküste bis in den Himalaya verbreiteten Gewürzes weisen einen kräftig-aromatischen und leicht süsslichen Geschmack auf, ähnlich wie Thymian.
In Kombination mit Wacholder und Lorbeer eignet sich Majoran vor allem für Fleisch- und Wildragouts. Majoran zählt darüberhinaus zu den klassischen Kartoffelgewürzen und wird bei der Wurstherstellung im großen Umfang eingesetzt.

Meerrettich:
Der Meerrettich, auch Kren genannt, ist ein beliebtes Gewürz in Nord- und Mitteleuropa. Vor allem zum Würzen von kalten Wurstplatten wird der Meerrettich gerne eingesetzt.
In Österreich wird Meerrettich oft in Kombination mit geriebenen sauren Äpfeln als Brotzeitschmankerl serviert.

Mohn:
Der Mohn gehört zur Familie der Mohngewächse. Aus den unreifen Samenkapseln des Mohns wird das Genussgift Opium hergestellt. Mohn hat einen nussigen und angenehmen Geschmack.
Mohn wird in der deutschen Küche in Form von Mohnsamen verwendet, um Backwaren eine besondere geschmackliche Note zu verleihen. Eine besondere Rarität unter den Salatölen ist das Mohnöl, das nur in ganz geringen Mengen hergestellt wird.

Muskatnuss:
Die Muskatnuss stammt von dem in Indonesien beheimateten Muskatbaum und stellt den Kern der pfirsichartigen Frucht dar. Das Gewürz ist von harzigem und warmen Geschmack.
In Europa wird Muskatnuss gerne zum Würzen von süßen Speisen verwendet. Auch zum Würzen von Suppen und Fleischgerichten ist die Muskatnuss geeignet.

Oregano:
Der Oregano stellt die wilde Form des Majorans dar und ist von würzig-herben Geschmack. Oregano ist vor allem in der mediterranen Küche sehr beliebt und ziert als Belagkomponente fast jede Pizza. Außerdem wird er zum Würzen von Gemüse- und Fleischgerichten verwendet.
Oregano veträgt sich sehr gut mit Tomaten, Koblauch und Zwiebeln, jedoch nicht mit Majoran.

Paprika:
Die Paprika, ein Nachtschattengewächs, das 1494 aus dem tropischen Amerika nach Europa eingeführt wurde, kommt in zwei Varianten vor: 1. als rundliche Gemüsepaprika 2. als Gewürzpaprika mit spitz verlaufenden Enden. Die Gewürzpaprika ist sehr scharf und tritt in 4 Schärfestufen auf. Die begehrteste Würzpaprika ist edelsüßer Paprika.
Die Paprika stellt das vitaminreichste Gemüse dar und enthält 10 mal soviel Vitamin C wie Zitronen. Das intensiv rotgefärbte gemahlene Paprikapulver eignet sich zum Würzen von Fleisch- und Fischgerichten, Salaten, Aufläufen und Pizzen

Petersilie:
Die Petersilie gehört zu den Doldengewächsen und hat einen starken, charakteristisch würzigen und leicht bitteren Geschmack. Petersilienblätter werden gerne zu Gemüse- und Fleischgerichten hinzugegeben. Die Wurzel der Petersilie wird gerne in Fleischbrühen verwendet.
Die Petersilie wird auch als Heilmittel sehr geschätzt. Sie besitzt einen hohen VitaminC-Gehalt und hat Inhaltsstoffe, die harntreibend und blutreinigend wirken.

Pfeffer:
Der Pfeffer wird aus der Beerenfrucht des Pfefferstrauches gewonnen und kommt in drei Varianten vor: 1. weisser Pfeffer als getrockneter Kern reifer Beeren 2. schwarzer Pfeffer aus getrockneten, unreifen Beeren, meist fein gemahlen und geschrotet. 3. grüner Pfeffer als frisch konservierte Pfefferkörner aus unreifen Beeren. Weisser Pfeffer ist von zart-würzigem Geschmack, schwarzer Pfeffer ist kräftiger.
Pfeffer gilt neben Salz als das älteste und meistverwendeste Gewürz in der Küche. Dementsprechend vielfältig sind seine Anwendungsgebiete: Pikante Suppen, Fleisch- und Fischgerichte, Omelette, Salate und vieles mehr.

Piment:
Dieses Gewürz, auch Nelkenpfeffer genannt, wird aus den getrockneten, unreifen Früchten des gleichnamigen Baumes gewonnen. Herkunftsgebiet: Karibik und Südamerika. Das Aroma ähnelt dem von Nelke, Zimt und Muskat, allerdings mit einem Schuss Pfefferschärfe.
Der Piment bereichert viele Gewürzmischungen. Er eignet sich für Schmor- und Suppengerichte ebenso wie für Fleischgerichte, Soßen, Sauerkraut und Weihnachtsgebäck.

Rosmarin:
Rosmarin ist ein bis zu 1,5 Meter hoher, immergrüner Halbstrauch mit kleinen nadelähnlichen Blättern und einem kräftigen, harzig-herben Geschmack. Der Rosmarin eignet sich vorzüglich, um Kalbsbraten, Ragouts, Wild, Geflügel, Hammel, Bratensoßen, Risotto, Tomatensuppe und -soße zu würzen.
Die grünen Nadeln des Rosmarin entfalten am besten ihr Aroma, wenn sie für kurze Zeit mitgekocht werden. In kleinen Mengen wird der Rosmarin auch als Heilmittel verwendet. Er wirkt harntreibend, appetitanregend und verdauungsfördernd.

Safran:
Safran ist das teuerste Gewürz der Welt. Er wird aus den getrockneten Blütennaben einer im Orient angesiedelten Krokusart gewonnen. 1 gr Safran entspricht 150 Naben. Das Safranpulver weist eine intensive orangene Farbe auf und hat einen bitter-scharfen und leicht beißenden Geschmack.
Safran empfiehlt sich besonders zum Würzen von Fleisch- und Fischgerichten, aber auch zur geschmacklichen Aufwertung von Pudding und Hefegebäck. Vorsicht: In hohen Mengen wirkt Safran giftig! Verwenden sie zum Würzen nur kleine Dosierungen

Salbei:
Salbei ist ein bis zu 80 cm hoher Halbstrauch, der aromatisch und leicht bitter schmeckt. Da Salbei einen sehr kräftigen Geschmack hat, sollte man ihn nur kurz mitkochen.
Salbei wird verwendet zu Wild, Geflügel, Leber, Hammelfleisch und Kräuterbutter. Salbei wird auch als Heilmittel angewandt. Seine Wirkstoffe helfen gegen Verdauungsbeschwerden, Halsschmerzen und Husten.

Salz:
Salz wird einerseits aus unterirdischen Salzlagern, andererseits aus Verdunstungsablagerungen des Meeres gewonnen. Salz dient als Würzmittel vor allem für Suppen, Kartoffelgerichte, Soßen für Wild und Geflügel, aber auch für weichgekochte Eier.
Dem Salz wird häufig Calciumkarbonat zugesetzt. Dadurch wird die Rieselfähigkeit erhöht. Daneben wird aus gesundheitlichen Gründen Jod beigemengt.

Sambals:
Die Sambals sind Gewürzpasten, die aus eingekochten Chillischoten bestehen und mit Salz, Pfeffer und teilweise mit Zwiebel, Knoblauch, Zitrone, Zucker oder Krabbenextrakt aromatisiert werden. Sambals sind besonders scharf. Es gibt verschiedene Sambals-Gewürzpasten: 1.Sambal Olek, enhält auch die Kerne, sehr scharf. 2.Sambal Badjak, gut gewürzt, weniger scharf. 3.Sambal Tjampoer, mit Krabbenextrakt, feurig scharf.
Sambals sind reich an Vitamin C und regen die Verdauung an. Alle südostasiatischen Gerichte, die mit Sambals gewürzt werden, werden auch so benannt.

Schnittlauch:
Der Schnittlauch, eine Verwandte der Zwiebel, wird bis zu 20 cm hoch und bildet röhrenförmige, grünfarbene Halme aus. Schnittlauch wird das ganze Jahr über geerntet. Der Schnittlauch entwickelt einen scharfen, an Lauchzwiebeln erinnernden Geschmack.
Schnittlauch ist in der deutschen Küche ein außerordentlich beliebtes Gewürz. Er wird verwendet für Eintöpfe, Eier, Gemüse, Kartoffeln und grünen Salat. Teilweise wird Schnittlauch in Kombination mit Kerbel, Estragon und Petersilie serviert.

Senf:
Der Senf stammt von einem in Europa heimischen Kraut und kommt als schwarzer Senf (scharf) und als weisser Senf (mild) vor. Senf wird in der Küche als ganze Senfkörner, gemahlen oder als Senfpaste eingesetzt. Der gemahlene Senf eignet sich zum Würzen von Soßen, Braten oder Kohlgerichten, Senfkörner in erster Linie zum Würzen von Marinaden. Senfpaste wird gerne zu Würstchen serviert.
Senf wirkt aufgrund seiner vielen ätherischen Öle verdauungsanregend und fördert die Durchblutung.

Seroendeng:
Seroendeng ist eine pikante Gewürzmischung aus Kokosflocken, gehackten Erdnüssen und anderen Gewürzzutaten. Es wird vor allem in der indischen Küche eingesetzt.
Diese Gewürzmischung eignet sich besonders gut für Eintöpfe, Soßen zu Rind- und Schweinebraten und für Reisgerichte.

Sesam, Sesamöl:
Die Samen des Sesams weisen einen nussigen Geschmack auf. Aus den Körnern des Sesams wird eines der wertvollsten Speiseöle, das Sesamöl, gewonnen. Sesamöl wird sowohl als kaltgepresstes (dunkles Sesamöl) als auch als raffiniertes Öl (helles Sesamöl) vor allem in der asiatischen Küche eingesetzt. Helles Sesamöl eignet sich für Bratengerichte, dunkles Sesamöl nur zum Würzen von Soßen und zum Marinieren.
Sesamsamen werden in geringem Umfang auch zum Backen verwendet.

Sternanis:
Die Sternanis ist die getrocknete Kapsel des in Südchina heimischen Sternanisbaumes. Die Sternanis hat einen ähnlichen süßen, aromatischen Geschmack wie die Anis, nur etwas stärker. Die Sternanis gehört zu den wichtigsten Bestandteilen von chinesischen Gewürzmischungen. Gerne wird die Sternanis zum Würzen von Backwaren oder Obst verwendet. Die Sternanis ist ein Grundelement der bekanntesten chinesischen Gewürzmischung mit dem Namen "Fünf-Gewürze-Pulver", das sich aus Sternanis, Kassie (oder stattdessen Zimt), Gewürznelken, Fenchel und Szechuanpfeffer zusammensetzt.
In der europäischen Küche wird die Sternanis zur geschmacklichen Abrundung von Punsch oder Glühwein oder zum Würzen von Kompotts, Torten oder Weihnachtsgebäck verwendet.

Szechuanpfeffer:
Szechuanpfeffer sind die pfenniggroßen, rötlich-braunen Beeren eines Baumes, der in Südchina und hier vor allem in der Provinz Szechuan heimisch ist. Der Szechuanpfeffer hat einen feurig-scharfen Geschmack, der etwas an Muskatnuss erinnert. Szechuanpfeffer hinterlässt nach dem Genuss im Mund einen eigenartiges Gefühl der Taubheit, was auf chinesisch "Ma" heisst. Wie die Sternanis ist Szechuanpfeffer Bestandteil der bekannten und in China äußerst beliebten Gewürzmischung "Fünf-Gewürze-Pulver".
In der chinesischen und japanischen Küche werden nahezu alle Fleisch- und Fischgerichte mit Szechuanpfeffer gewürzt. Wegen möglicher Magenreizungen sollte man Szechuanpfeffer immer wohldosiert einsetzen.

Tamarinde:
Tamarinde sind die bohnenähnlichen Früchte des Tamarindenbaumes. Von diesen Früchten wird nur das Fruchtfleisch als Gewürzmittel verwendet. Die Tamarinde stammt ursprünglich aus Ostafrika, wird heute aber überwiegend in der asiatischen und lateinamerikanischen Küche geschätzt.
Der saure und fruchtige Geschmack dieses Gewürzes verträgt sich sehr gut mit Chilli und gibt vielen indischen Gerichten den scharfen, pikanten Geschmack und die dunkle Farbe. Außerdem wird die Tamarinde zum Würzen von Saucen und Marinaden verwendet.

Tandoori:
Tandoori ist eine Gewürzmischung, die vor allem in der indischen Küche verwendet wird. Die Mischung besteht aus Koriander, Kreuzkümmel (Cumin), Cayennepfeffer und roter Speisefarbe.
Tandoori eignet sich zum Würzen von Fleischgerichten, Soßen und Marinaden. Die Gewürzpaste lässt sich, wenn luftdicht verpackt, 2 Monate im Kühlschrank frischhalten.

Thymian:
Der Thymian gehört zur Familie der Lippenblütler, wächst als Wildthymian bei uns auf sonnigen steppenartigen Trockenstandorten, riecht stark aromatisch und weist einen sehr intensiven, leicht harzigen Geschmack auf. Er wird bis zu 40 cm gross und ist im Wurzelbereich verholzt.
Thymian wird für Fleisch- und Kohlgerichte, Fischterrinen, Tomatengerichte, Schmorgerichte, Suppen, Soßen und Salate verwendet. Thymian wird gerne auch als Heilmittel bei Erkältungen eingesetzt. Er wirkt fiebersenkend, krampf- und schleimlösend.

Vanille:
Als Vanille bezeichnet man die Früchte einer in Mexiko angesiedelten Kletterorchidee. Die Früchte, auch Schoten genannt, haben ein schlauchartiges Aussehen und eine schwarz-braune Färbung. Die Vanille hat einen angenehm würzigen Geschmack und wird für Süßspeisen, Kuchen, Obstsalate, Kompott, Pudding und in Getränken verwendet.
Schon die Aztheken schätzten dieses Gewürz besonders und stellten aus ihm Parfüm her. Zum Teil musste das Volk seine Steuern in Form von Vanilleabgaben entrichten.

Wacholder:
Die erbsengrossen Früchte des Wacholderstrauches besitzen eine zunächst grüne, später schwarzblaue Farbe und weisen einen leicht bitteren Geschmack auf.
Wacholder wird besonders gern zur Herstellung von Kräuterlikören verwendet. Als Gewürz wird Wacholder vor allem in Kombination mit Wildgerichten serviert. Wacholder wird auch als Heilmittel bei Harnerkrankungen und Verdauungstörungen angewendet.

Wasabi:
Wasabi ist ein in Japan sehr beliebtes Gewürz, das aus einer in Japan beheimateten Meerrettichart gewonnen wird. Wasabi hat einen sehr scharfen, tränenreizenden Geschmack, ähnlich wie Kren.
In Japan wird Wasabi vor allem im Zusammenhang mit allen Variationen an Fischgerichten serviert. Die bekannten "Sushis" werden in der Regel mit einer Wasabipaste gewürzt.

Zimt:
Als Zimt wird die abgeschabte und getrocknete Innenrinde des in Südostasien heimischen Zimtbaumes bezeichnet. Der Zimt mit der höchsten Qualität stammt aus Sri Lanka. In der Küche wird Zimt in Stangenform, klein zerstückelt oder gemahlen verwendet. Zimt hat einen angenehm süßen und warmen Geschmack und wird deshalb gerne bei Milchreis, Quark, Obstkompott, Kuchen und Weihnachtsgebäck verwendet.
In der arabischen Welt wird Zimt auch gern zum Würzen von Lammgerichten verwendet. Zimt kommt auch in Currypuder und Garam Masala vor.

Zitronengras:
Das Zitronengras ähnelt im Aussehen unserer Frühlingszwiebel und hat ihr Hauptverbreitungsgebiet in Thailand. Es hat einen frischen, zitronenartig säuerlichen Geschmack und duftet leicht nach Rosen. Zum Kochen werden nur die unteren Pflanzenteile oberhalb der Wurzel verwendet.
Zitronengras wird vor allem in der asiatischen Küche sehr geschätzt und feinzerhackt und geschnitten in Suppen, Brühen, Pfannengerichten und Currys beigemengt. Am besten kauft man Zitronengras in einem Asia-Shop ein.

Zitronenmelisse:
Die Zitronenmelisse gehört zur Gruppe der Honigpflanzen und wird bis zu 80 cm hoch. Die Zitronenmelisse hat einen erfrischenden Geschmack, der dem der Zitrone sehr ähnelt. Salbei wird im Zusammenhang mit Süßspeisen, Gemüsegerichten , Fischgerichten, Soßen, Salate, Wild, Geflügel, Rohkost und Suppen am Ende der Garzeit verabreicht.
Daneben wird Zitronenmelisse auch als Heilkraut sehr geschätzt. Man verwendet es als Beruhigungsmittel und gegen Schlaf- und Verdauungsstörungen.

Zitronenschale:
Die Fruchtschale von frischen Zitronen oder die gemahlenen Brösel der getrockneten Zitronenschale werden gerne als Gewürz verwendet.
In gemahlener Form verbessern Zitronenschalen den Geschmack von Quark, Obst, Weihnachtsgebäck, Rotwein oder Punsch. In der bäuerlichen Küche Mitteleuropas wird zur geschmacklichen Aufbesserung von Fleisch- und Getreideeintöpfen häufig eine frische Zitronenschale zugegeben.